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Protec Systempasten GmbH
Wetterstr. 58
D-58313 Herdecke
Telefon: +49 (0) 23 30-926 432
Telefax: +49 (0) 23 30-926 236

News von PROTEC

31.10.2011

Rot bleibt Rot

Im Rahmen der wasserbasierten Pastenreihe DecoTint® PREMIUM W für Fassadenfarben und Putze stellt Protec® neue Rot-Pasten vor, mit denen brillante Rotfarbtöne nicht nur im Volltonbereich darstellbar sind. / Die zum Einsatz kommenden organischen Rot-Pigmente zeichnen sich durch hervorragende Licht- und Wetterechtheiten auch in Aufhellungen aus.

Ihre wasserbasierte Pastenreihe DecoTint® PREMIUM W für Fassadenfarben und Putze hat die Protec® Systempasten GmbH, Herdecke, um zwei neue organische Rot-Pigmentgruppen ergänzt. Mit einem Pigment der Perylen-Klasse können Licht- und Wetterechtheiten erreicht werden, wie man sie bislang nur von Scharlachrot kannte. Dabei kann auch der karminrote Farbtonbereich abgedeckt werden. Mit Chinacridon lässt sich ein leuchtendes, intensives Rot erzielen, und zwar in der ganzen Palette von Feuerrot bis hin zum blaustichigen Purpur.

Problemfarbton Rot

Rote Fassaden stehen bei Architekten und Farbgestaltern hoch im Kurs. Doch gerade Rot zählt zu den kritischen Farbtönen, die schnell zum Verblassen neigen. So manche Fassade sieht dann sehr schnell sehr „alt“ aus. Wer auf der sicheren Seite sein will, greift deshalb meist zu anorganischen Pigmenten, denn diese sind sehr resistent gegen Alterung und extrem farbstabil. Vom Farbton her erscheinen sie jedoch etwas „verhangen“. Bei den organischen Pigmenten ist bislang das Scharlachrot die erste Wahl. Es ist extrem beständig und brillant, allerdings sehr teuer und von der Coloristik her auf die orangeroten Farbtöne beschränkt. Mit den neuen Pasten sind erstmals brillante, extrem wetterbeständige Rotfarbtöne nicht nur im Volltonbereich darstellbar und die Farbpalette wird signifikant erweitert.

Pigmente auf dem Prüfstand

Die Aufgabe für das Protec®-Entwicklerteam beschränkte sich nicht nur darauf, Pigmente zu finden, mit denen man brillant rote Farbtöne erzeugen kann, die lange farbtonstabil bleiben. Das eigentliche Entwicklungsziel waren hoch leistungsfähige Pastensysteme, die in den Mischanlagen einwandfrei funktionieren. Deshalb wurden von jedem Colour-Index mehrere Pigmente z. B. auf ihr Dispergierverhalten hin verglichen, um so im Hinblick auf Rheologie, Pump- und Dosierfähigkeit das optimale Pigment zu ermitteln. Auch hinsichtlich der Wetterbeständigkeit zeigten sich z. B. bei den sieben verschiedenen Pigmenten Rot 168 deutliche Unterschiede. Geprüft wurden die Pigmente im Weather-O-Meter (WOM) und auf dem Wetterdach. Dieses Pigment-Screening wurde über gut zwei Jahre betrieben. Zusätzlich erfolgte eine coloristische Bewertung der Pigmente in verschiedenen Aufhellungsstufen und in Abmischungen mit anderen Pigmenten.

Die Top 3 unter den Rot-Pigmenten

Sieger des Ausschlussverfahrens waren schließlich drei Pigmente: Dibromanthanthron (P.R.168), das bereits im Fassadensystem eingesetzt wurde, sowie die Neuzugänge Perylen (P.R.179) und Chinacridon (P.V.19). Bei allen drei Pigmenten handelt es sich um polyzyklische Pigmente, die aufgrund mehrerer aromatischer Ringsysteme eine besonders hohe Stabilität aufweisen. Im Dibromanthanthron sind sechs solcher Ringe für die Stabilität des Pigmentes verantwortlich, was sich durch seine hervorragende Wetterbeständigkeit auch in Aufhellungen zeigt. Perylene sind aus der Automobillackierung bekannt und bestehen aus einem Siebenring-System, mit dem Ergebnis außerordentlich hoher Beständigkeiten. Bei Chinacridon sorgen fünf Ringe für die sehr gute Wetterbeständigkeit des Rot-Pigmentes. Das Pigment kann in unterschiedlichen Kristallformen hergestellt werden, die ebenfalls einen Einfluss auf dessen Beständigkeit haben. So erweist sich z. B. die gamma-Kristallmodifikation als besonders stabil.

Um dem Anwender hoch leistungsfähige Pasten für sein Mischsystem mit neuen Farbtönen anbieten zu können, sind alle Additive, wie Dispergier-, Netz-, Binde- und Feuchthaltemittel mit Zugabemengen über 0,3% auf deren technisch-physikalische Eigenschaften hin getestet worden. Untersucht wurden z. B. Putzverflüssigung und Hydrophilie oder die Bildung von Abläufern und Rändern. Um die Stabilität der neuen Pasten zu überprüfen, wurden mit Ware aus den Technikumsansätzen mehrere Monate lang Pump- und Dosierversuche durchgeführt. 

Die neuen Pasten heißen DecoTint® Premium W Scharlach 257 RY (Pigment Red 168), DecoTint® Premium W Dunkelrot 277 RB (Pigment Red 179) und DecoTint® Premium W Rot 297 RB (Pigment Violet 19).